Kontakt

Büro Hannover

Schmiedestr. 41
30159 Hannover

Telefon 0511 - 30 18 78 3
Telefon 0511 - 36 38 20
Telefax 0511 - 32 49 68

kanzlei@reszat-lustig.de



Zweigstelle Garbsen

Vor den Ackern 30 a
30826 Garbsen (Osterwald)

Tel.: 05131 - 48 93 780
 

SG Dortmund: Lautes Kindergeschrei führt nicht zu Arbeitsunfall

Kinderschreie ziehen keinen Hörschaden mit sich.

Im vorliegenden Fall verlangte eine Erzieherin von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen die Übernahme der Kosten für einen Tinnitus-Masker. Dieser sorgt bei Tinnitus-Patienten für ein gleichmäßiges Rauschen, das den störenden Ton überdeckt. Die Erzieherin trug vor, dass ihr ein Kind in dem Kinderheim, in dem sie beschäftigt ist, so laut ins Ohr gebrüllt hat, dass sich bei ihr ein Tinnitus entwickelte. Das Sozialgericht Dortmund kam jedoch zu der Überzeugung, dass die Unfallkasse die Heilbehandlungskosten nicht übernehmen muss. Es sei immerhin wissenschaftlich bewiesen, dass Menschengeschrei keine bleibenden Hörschäden verursache.
 
SG Dortmund, Urteil SG Dortmund S 17 U 1041 16 vom 22.01.2018
Normen: § 13 Abs. 3 S. 1 SGB V, § 26 Abs. 1 S. 1 SGB VII, §§ 27 ff. SGB VII
[bns]